Kupfer bei Histaminintoleranz: Warum der Nährstoff für den Histaminabbau wichtig ist

Warum Kupfer bei Histaminintoleranz eine besondere Rolle spielt
Viele Betroffene einer Histaminintoleranz achten auf histaminarme Lebensmittel, übersehen dabei aber häufig die Bedeutung bestimmter Mikronährstoffe. Einer davon ist Kupfer.
Kupfer wird für zahlreiche Enzymfunktionen im menschlichen Organismus benötigt. Besonders interessant für Menschen mit Histaminintoleranz: Kupfer ist ein wichtiger Cofaktor der Diaminoxidase (DAO), jenes Enzyms, das Histamin im Darm abbaut.
Ist die DAO-Aktivität eingeschränkt, kann aufgenommenes Histamin schlechter abgebaut werden. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Hautreaktionen, Verdauungsbeschwerden, Herzklopfen oder andere typische Beschwerden einer Histaminintoleranz.
Bei einem Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) kann der Körper nicht genügend DAO-Enzyme zum Histaminabbau bereitstellen. Das Kombipräparat BETADIANIN enthält neben weiteren Nährstoffen auch Kupfer und versorgt den Organismus täglich mit diesen Coenzymen. Dank funktionierender Diaminoxidase können histaminreiche Speisen und Getränke dann wieder beschwerdefreier verzehrt werden. (gesponsert)
Kupfer und DAO: Wie hängt das zusammen?
Die Diaminoxidase gehört zu den kupferhaltigen Enzymen. Damit die DAO ihre Funktion erfüllen kann, benötigt der Körper ausreichend Kupfer.
Vereinfacht dargestellt:
-
- Histamin gelangt mit der Nahrung in den Darm
- DAO baut überschüssiges Histamin ab
- Für die Funktion der DAO wird Kupfer benötigt
- Eine unzureichende Versorgung kann die Enzymaktivität beeinträchtigen
Kupfer wirkt dabei nicht direkt als „Histaminblocker“. Es schafft vielmehr eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der natürliche Histaminabbau im Körper funktionieren kann.
Welche weiteren Aufgaben hat Kupfer?
Kupfer wird häufig nur mit dem Histaminstoffwechsel in Verbindung gebracht. Tatsächlich übernimmt das Spurenelement zahlreiche weitere Funktionen:
- Unterstützung des Energiestoffwechsels
- Beteiligung an der Eisenverwertung
- Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
- Funktion des Nervensystems
- Bildung von Bindegewebe
Eine langfristig unzureichende Kupferzufuhr kann daher verschiedene Körpersysteme beeinflussen.
Tabelle: Kupfer und Histaminintoleranz im Überblick
| Bereich | Bedeutung von Kupfer |
| DAO-Aktivität | Kupfer ist Cofaktor der Diaminoxidase |
| Histaminabbau | Unterstützt die normale Funktion des Histaminabbaus |
| Nervensystem | Trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei |
| Zellschutz | Bestandteil antioxidativer Enzymsysteme |
| Energiestoffwechsel | Unterstützt den normalen Energiestoffwechsel |
Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, sollte medizinisch abgeklärt werden. Bestimmte Faktoren, die besonders bei Histaminintoleranz diskutiert werden, können zu einer suboptimalen Versorgung beitragen:
- sehr einseitige Ernährung
- langfristige Diäten
- Resorptionsstörungen im Darm
- erhöhte Zinkzufuhr über längere Zeiträume
- bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen
Fazit
Kupfer spielt bei Histaminintoleranz eine größere Rolle, als vielen Betroffenen bewusst ist. Als Cofaktor der Diaminoxidase unterstützt es den natürlichen Histaminabbau und gehört damit zu den Mikronährstoffen, die für einen funktionierenden Histaminstoffwechsel benötigt werden. Eine ausreichende Versorgung kann daher ein sinnvoller Baustein im Gesamtkonzept der Histaminintoleranz sein.
Weiterlesen: Histaminintoleranz und Nährstoffe
Mehr zu diesem Thema: Histaminintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen (gesponsert).
Quellen
Maintz L, Novak N. Histamine and histamine intolerance. American Journal of Clinical Nutrition. 2007;85(5):1185-1196.
Schwelberger HG. Histamine intolerance: a metabolic disease? Inflammation Research. 2010;59(Suppl 2):S219-S221.
EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies. Scientific Opinion on Dietary Reference Values for copper. EFSA Journal. 2015.
Bildnachweis:
© Adobe media, 건과류와 견과류. Von Dayong




