Welche Rolle spielen Probiotika und Präbiotika bei Histaminintoleranz?

Probiotika und Präbiotika: Grundlagen für eine gesunde Darmflora
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge eingenommen werden, um die Gesundheit zu fördern. Typische probiotische Stämme sind Lactobacillus, Bifidobacterium und Saccharomyces boulardii. Sie sind in Nahrungsergänzungsmitteln wie Kapseln oder Pulver sowie in bestimmten fermentierten Lebensmitteln enthalten. Präbiotika hingegen sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Ballaststoffe, die als Nahrung für probiotische Bakterien im Darm dienen und deren Wachstum fördern. Wichtige Präbiotika sind Inulin, Fructooligosaccharide (FOS), Galactooligosaccharide (GOS) und lösliche Ballaststoffe wie Oligosaccharide.
Bei einem Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) kann der Körper nicht genügend DAO-Enzyme zum Histaminabbau bereitstellen. Das Kombipräparat BETADIANIN versorgt den Organismus täglich mit diesen Coenzymen. Dank funktionierender Diaminoxidase können histaminreiche Speisen und Getränke dann wieder beschwerdefreier verzehrt werden. (gesponsert)
Wie wirken Probiotika bei einer Histaminintoleranz?
Probiotika unterstützen die Darmflora, was bei Histaminintoleranz besonders wichtig ist, da eine gestörte Darmflora die Histaminabbaukapazität beeinträchtigen kann. Sie können Blähungen, Durchfall und Reizdarm-Symptome lindern sowie das Immunsystem stärken. Zudem helfen sie bei bestimmten Infektionen oder entzündlichen Darmerkrankungen. Allerdings ist die Verträglichkeit von Probiotika bei Histaminintoleranz individuell unterschiedlich, da einige probiotische Stämme Histamin produzieren können.
Welche Lebensmittel enthalten Probiotika und sind sie bei Histaminintoleranz geeignet?
Probiotische Lebensmittel sind unter anderem Joghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi, Miso, Tempeh und unreifer Käse. Ihre Verträglichkeit bei Histaminintoleranz variiert stark:
• Joghurt wird meist gut vertragen, da Milchsäurekulturen den Milchzucker abbauen.
• Kefir ist ähnlich verträglich, kann aber durch Fermentation Histamin enthalten.
• Sauerkraut und Kimchi enthalten oft hohe Histaminmengen und können Beschwerden auslösen.
• Miso und Tempeh sind fermentierte Sojaprodukte, die je nach Fermentationsgrad histaminreich sein können.
• Unreifer Käse wie Frischkäse oder Ricotta wird in der Regel besser vertragen als gereifter Käse.
Welche Rolle spielen Präbiotika bei der Histaminintoleranz?
Präbiotika fördern eine stabile Darmflora und unterstützen die Verdauung. Sie helfen, Stuhlregelmäßigkeiten auszugleichen. Allerdings können einige präbiotische Lebensmittel bei Histaminintoleranz problematisch sein, da sie entweder Histamin freisetzen oder Blähungen fördern können.
In welchen Lebensmitteln sind Präbiotika enthalten und wie verträglich sind sie?
Reich an Präbiotika sind Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Artischocken, Chicorée-Wurzel, grüne bis leicht braune Bananen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Avocado und Ingwer. Die Verträglichkeit bei Histaminintoleranz ist unterschiedlich:
- Zwiebeln, Knoblauch und Lauch wirken histaminfreisetzend und sind oft schlecht verträglich.
- Artischocken enthalten Ballaststoffe, die Blähungen fördern können.
- Chicorée-Wurzel enthält präbiotische Oligosaccharide, kann aber Blähungen verursachen; die Histaminwirkung variiert.
- Grüne Bananen sind tendenziell besser verträglich, sehr reife Bananen können Histamin erhöhen.
- Vollkornprodukte sind grundsätzlich histaminarm, können aber durch lange Lagerung Histamin anreichern.
- Hülsenfrüchte enthalten viele FODMAPs und Ballaststoffe, die Blähungen auslösen können; die Reaktion bei Histaminintoleranz ist individuell.
- Avocado kann Histamin freisetzen oder enthalten.
- Ingwer ist meist gut verträglich und wirkt entzündungshemmend.
Wie können Probiotika und Präbiotika sinnvoll aufgenommen werden?
Eine ausgewogene Ernährung mit probiotischen und präbiotischen Lebensmitteln fördert eine vielfältige Darmflora und liefert wichtige Nährstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Nahrungsergänzungsmittel sind sinnvoll, wenn eine gezielte Dosierung oder bestimmte Bakterienstämme benötigt werden, etwa nach Antibiotikabehandlungen, bei Verdauungsbeschwerden oder wenn Lebensmittelunverträglichkeiten die Aufnahme erschweren.
Welche Vorteile bietet die Kombination von Probiotika und Präbiotika für Betroffene?
Die Kombination aus Probiotika und Präbiotika, auch Synbiotika genannt, kann die Darmgesundheit besonders effektiv unterstützen. Präbiotika dienen als Nahrung für die probiotischen Bakterien und fördern deren Wachstum, was zu einer stabileren und widerstandsfähigeren Darmflora führt. Dies kann bei Histaminintoleranz helfen, die Symptome zu mildern und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.
Mehr zu diesem Thema: Histaminintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen (gesponsert).
Quellen:
- https://www.aok.de/pk/magazin/ernaehrung/lebensmittel/probiotika-mikroorganismen-fuer-die-darmgesundheit/?gad_source=1&gad_campaignid=23201195884&gclid=Cj0KCQiAwYrNBhDcARIsAGo3u31vPQ7W0B1jvDtHVZGSf7v7EgxeWV8GIY130pcQU3poEt3rOMMa2BkaApKPEALw_wcB
- https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Probiotika-und-Praebiotika-Darmflora-aufbauen,darmgesundheit100.html
Bildnachweis:
© Adobe Media. Microscopic of Probiotics Bacteria, lactobacillus bacteria 3d illustration. Von Anusorn
(c) Adobe Media. Fit woman enjoying healthy food after fitness exercise Happy young female eating natural granola with cranberries on fitness mat at home. Von HN Works

