Pseudoallergie – Keine Allergie und trotzdem Symptome
Warum der Körper reagiert, obwohl keine echte Allergie vorliegt
Volkskrankheit Allergie: Fast 20 Millionen Menschen in Deutschland sind von Allergien betroffen. Am häufigsten tritt die Pollenallergie auf, die im Volksmund Heuschnupfen genannt wird. Auch Allergien gegen Tierhaare oder Hausstaubmilben nehmen zu. Es gibt aber auch Unverträglichkeits-Reaktionen, denen keine Allergie zugrunde liegt. Die Unterscheidung ist für Laien oft schwierig.
Pseudoallergie – Das Immunsystem bleibt unbeteiligt
Die Symptome der Pseudoallergie sind denen einer Allergie zum Verwechseln ähnlich. Doch die Ursachen sind verschieden. Allergien sind immer Reaktionen des Immunsystems. Pseudoallergien werden zum Beispiel durch Histamin ausgelöst. Auch eine Aktivierung der Mastzellen setzt Entzündungsmediatoren frei. So entwickelt sich eine Entzündungsreaktion mit den entsprechenden Symptomen. Das Immunsystem ist an diesem Ablauf nicht beteiligt.
Bei einem Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) kann der Körper nicht genügend DAO-Enzyme zum Histaminabbau bereitstellen. Das Kombipräparat BETADIANIN versorgt den Organismus täglich mit diesen Coenzymen. Dank funktionierender Diaminoxidase können histaminreiche Speisen und Getränke dann wieder beschwerdefreier verzehrt werden. (gesponsert)
Die Auslöser von Pseudoallergien
Als Auslöser von Pseudoallergien sind Medikamente und Lebensmittel-Zusatzstoffe bekannt. Die Mastzellen können durch Kontrastmittel, Opiate oder Antirheumatika aktiviert werden. Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel Konservierungsstoffe und Säuerungsmittel sind ebenfalls häufig Auslöser von Pseudoallergien. Es entstehen dann typische Symptome: Hautreaktionen, Schupfen, Ödeme oder Kreislaufbeschwerden. Auch Ödeme, Beschwerden des Magen-Darm-Trakts und Ödeme treten häufig auf.
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Die Diagnose der Pseudoallergie
Obwohl die Allergie und die Pseudo-Allergie sich zum Verwechseln ähnlich sehen, können doch wichtige Unterschiede festgestellt werden. Durch die Einnahme von größeren Mengen Histamin werden die Symptome der Pseudo-Allergie stärker. Auch Lektine können diese Reaktionen auslösen. Sie sind zum Beispiel in Gemüse enthalten. Eine ärztliche Untersuchung der Reaktionen bringt Klarheit darüber, ob eine Pseudoallergie, also Unverträglichkeit, oder eine „echte“ Allergie vorliegt.
Weiterlesen: Der Pseudoallergie auf der Spur
Mehr zu diesem Thema: Histaminintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen (gesponsert).
Quellen:
Reese I, Ballmer-Weber B (2013): Nichtallergische Nahrungsmittelreaktionen und pseudoallergische Mechanismen. Allergo Journal 22:24–31.
Schwelberger HG (2010): Histamine metabolism and diamine oxidase in intestinal reactions. Inflammation Research 59: S223–S225.
Moneret-Vautrin DA (2002): Pseudo-allergic reactions to food additives. Allergy 57:45–49.
Deutscher Allergie- und Asthmabund (2011): Informationsblatt zu Pseudoallergien, Zusatzstoffen und Unverträglichkeiten.
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