
Bedeutung und Risiken stark verarbeiteter Lebensmittel für Menschen mit Histaminunverträglichkeit
Ultra-Processed Foods (UPF) sind Lebensmittel, die durch umfangreiche industrielle Verfahren stark verarbeitet wurden. Diese Produkte enthalten oft Zutaten, die in der herkömmlichen Küche kaum verwendet werden. Für Menschen mit Histaminintoleranz sind solche Lebensmittel häufig problematisch, da sie zahlreiche Zusatzstoffe enthalten, die die Symptome verschlimmern können. Gerade im Kontext von Histaminintoleranz ist es daher wichtig, die Zusammensetzung und Verarbeitung von Lebensmitteln genau zu kennen.
Bei einem Mangel an Coenzymen der Diaminoxidase (DAO) kann der Körper nicht genügend DAO-Enzyme zum Histaminabbau bereitstellen. Das Kombipräparat BETADIANIN versorgt den Organismus täglich mit diesen Coenzymen. Dank funktionierender Diaminoxidase können histaminreiche Speisen und Getränke dann wieder beschwerdefreier verzehrt werden. (gesponsert)
Welche Inhaltsstoffe machen Ultra-Processed Foods bei Histaminintoleranz unverträglich?
Ultra-Processed Foods enthalten häufig:
- Extrakte und isolierte Proteine
- Hydrierte Fette
- Konservierungsstoffe
- Künstliche Farbstoffe und Aromastoffe
Diese Zusatzstoffe können bei Histaminintoleranz zu Unverträglichkeiten führen, da sie den Histaminabbau im Körper beeinträchtigen oder selbst histaminähnliche Reaktionen auslösen. Zudem besteht der Hauptanteil der Kalorien in UPF oft aus stark verarbeiteten Zutaten, während frische und naturbelassene Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte oder frisches Fleisch meist fehlen.
Welche Lebensmittel zählen zu den Ultra-Processed Foods?
Zu den Ultra-Processed Foods gehören vor allem:
- Fertiggerichte und Tiefkühlpizzas
- Mikrowellenmahlzeiten
- Süße und salzige Snacks
- Gezuckerte und künstlich aromatisierte Getränke
Diese Produkte zeichnen sich durch einen hohen Gehalt an Zucker, Salz und gesättigten Fettsäuren aus, während Ballaststoffe oft fehlen. Der regelmäßige Konsum von UPF wird mit gesundheitlichen Risiken wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Beschwerden in Verbindung gebracht – alles Faktoren, die auch bei Histaminintoleranz die Lebensqualität beeinträchtigen können.
Was sagt die Wissenschaft zur Rolle von Ultra-Processed Foods?
Auf der Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im September 2025 diskutierten rund 150 Expertinnen und Experten die Auswirkungen von UPF auf die Gesundheit. Dabei wurde die NOVA-Klassifikation als wichtiges Instrument zur Einordnung des Verarbeitungsgrades von Lebensmitteln vorgestellt und kritisch bewertet. Epidemiologische Studien zeigen, dass ein hoher Konsum von Ultra-Processed Foods mit einem erhöhten Risiko für chronische Krankheiten und vorzeitige Sterblichkeit verbunden ist. Interventionsstudien bestätigen zudem einen Zusammenhang zwischen UPF-reicher Ernährung und Gewichtszunahme.
Gleichzeitig betonten die Fachleute, dass der Verarbeitungsgrad allein nicht über die gesundheitliche Wirkung entscheidet. Vielmehr sind der Kontext, die Zusammensetzung und das Nährstoffprofil eines Lebensmittels entscheidend. Auch in der Gemeinschaftsverpflegung können hochverarbeitete Produkte durch gezielte Nährwertvergleiche besser ausgewählt werden.
Wie können politische Maßnahmen den Konsum von Ultra-Processed Foods beeinflussen?
Auf politischer Ebene wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, um den Konsum von Ultra-Processed Foods einzudämmen und eine gesündere Ernährung zu fördern:
- Einführung einer Zuckersteuer
- Reduktion der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte
- Werbeverbote für ungesunde Kinderlebensmittel
- Verständlichere und transparentere Lebensmittelkennzeichnung
Diese Strategien zielen darauf ab, den Zugang zu frischen, naturbelassenen Lebensmitteln zu erleichtern und den Konsum von stark verarbeiteten Produkten zu reduzieren – was besonders für Menschen mit Histaminintoleranz von Vorteil sein kann.
Wie hilft die NOVA-Klassifikation bei Histaminintoleranz?
Die NOVA-Klassifikation, entwickelt von der Universidad Estadual de Campinas (Unicamp) in Brasilien, teilt Lebensmittel nach ihrem Verarbeitungsgrad in vier Kategorien ein. Für Menschen mit Histaminintoleranz ist besonders die Kategorie 1 relevant. Diese umfasst naturbelassene, frische Lebensmittel wie:
- Obst und Gemüse
- Frisches Fleisch und Fisch
- Milchprodukte
- Getreideprodukte in unverarbeiteter Form
Ultra-Processed Foods fallen in die Kategorie 4 und sollten bei Histaminintoleranz möglichst gemieden werden, da sie häufig unverträgliche Zusatzstoffe enthalten und die Symptome verschlimmern können. Eine Ernährung, die sich an der NOVA-Klassifikation orientiert, unterstützt Betroffene dabei, ihre Beschwerden besser zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern.
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Mehr zu diesem Thema: Histaminintoleranz – Diagnose finden, Auslöser erkennen, Ernährung anpassen (gesponsert).
Bildnachweis:
Bildnachweis: © Adobe Media. Ultra-Processed Lebensmittel bei Histaminintoleranz. Unhealthy American Snacks. Von Stromlab-3
(c) Adobe Media. Verarbeitete Lebensmittel Beispiele. Junk food and unhealthy food. Von bit24.

